Vollzugseinrichtung

Geschichte und Gebäude

Zur Geschichte der Jugendarrestanstalt Rastatt

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Justizvollzugsanstalt Stuttgart Außenansicht

Die Jugendarrestanstalt Rastatt befindet sich im Zentrum der Stadt, an der Kreuzung Ottersdorfer Straße/Leopoldring und nur wenige Gehminuten von der Fußgängerzone entfernt.

Das Gebäude geht auf das ehemalige großherzogliche Militärgefängnis aus dem 19. Jahrhundert zurück. Im Zuge eines umfassenden Umbaus zwischen 1962 und 1967 unter der Leitung der Rastatter Architektin Ursula von Lilienfeld erhielt es seine heutige Struktur; die markante rote Fassade wurde bei einer Renovierung im Jahr 2005 geschaffen.

Im Rahmen der Neuordnung des baden-württembergischen Vollzugs wurde die Einrichtung 2010 zur zentralen Jugendarrestanstalt für Baden bestimmt. Maßgeblich geprägt wurde diese Entwicklung durch den damaligen Vollzugsleiter, Richter am Amtsgericht Stephan Höll, der den Arrestvollzug in Rastatt bis 2023 verantwortete und entscheidende Impulse setzte. Die zuvor bestehenden Standorte in Wiesloch und Müllheim wurden in diesem Zuge geschlossen.

Heute ist die Jugendarrestanstalt Rastatt für den gesamten badischen Landesteil – von der Tauber bis zum Bodensee – sowie für die Landgerichtsbezirke Heilbronn und Rottweil zuständig. Sie verfügt über 51 Arrestplätze, davon 38 für männliche und 13 für weibliche Arrestanten, und zählt damit zu den drei größten Einrichtungen dieser Art in Deutschland.

Die Unterbringung erfolgt auf drei voneinander getrennten Etagen. Zur Ausstattung gehören unter anderem ein eigenes Klassenzimmer, Räume für Arbeitstherapie und Trainingsmaßnahmen, mehrere Gemeinschaftsbereiche, ein Kleinspielfeld sowie ein moderner Kraftraum.